EINLEITUNG

Prüfungen mit flüssigem Penetriermittel (LPT) gehören zu den häufigsten zerstörungsfreien Prüfmethoden. LPT beruht auf der Kapillarität oder Kapillarwirkung: Dabei kann eine Flüssigkeit ohne Hilfe externer Kräfte wie der Schwerkraft oder sogar gegen diese Kräfte in enge Räume fließen. Die bei LPT verwendeten Materialienprozesse und -verfahren sind so konzipiert, dass sich die Ergebnisse besagter Kapillarwirkung sichtbar und interpretierbar machen. Die Prüfung mit flüssigem Penetriermittel ist ein effektives Mittel, um in Materialien Oberflächendiskontinuitäten zu finden und ihre Schwere zu bestimmen. Das gilt selbst für mit dem bloßen Auge nicht sichtbare Diskontinuitäten.

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ZIELKUNDEN
Mit LPT lassen sich während des gesamten Lebenszyklus eines Produktes Defekte lokalisieren und bewerten. Bsp.:
  • Herstellungsfehler an der Oberfläche (Risse usw.)
  • Bindefehler
  • Porosität (Gasblasen)
  • Spannungsrisse, Einschlüsse
  • Warmrisse
  • Gaslöcher
Ferner kann LPT Diskontinuitäten bei laufendem Betrieb feststellen:
  • Ermüdungsrisse
  • Wasserstoffinduzierte Risse (HIC)
  • Belastungsorientierte wasserstoffinduzierte Risse (SOHIC)
  • Spannungskorrosionsrisse
Durch die Früherkennung von Diskontinuitäten bei laufendem Betrieb sind Eingriffe keine Notfälle mehr, sondern Ausfälle lassen sich planen und korrekt durchführen. Diese Testmethode findet man in verschiedensten Branchen wie Luftfahrt, Lebensmittelverarbeitung, Stromerzeugung, Produktion und Raffinierung im Bereich Öl/Bergbau, maritime Sektoren und mehr.
DIE Applus+ DIENSTLEISTUNGEN
Applus+ verwendet nur Qualitätsprodukte von Spitzenanbietern in der Branche, wie Sherwin und Magnaflux. Unsere mobilen Einheiten stehen überall in Nordamerika zur Verfügung. Darüber hinaus verfügen wir über Labors, die zu diesen Standorten versandte Produkte prüfen können.
 
Unsere Verfahren erfüllen die Anforderungen nach ASNT und ASTM. Bei uns arbeiten zertifizierte Techniker des Niveau III, die den Support realisieren, Hinweise geben und bei Bedarf neue Verfahren entwickeln.
HAUPTKUNDENVORTEILE
Die Komplexität der modernen Industrie und die Nachfrage nach sichereren und zuverlässigeren Produkten und Geräten erfordern zwingend Fertigungs- und Testverfahren mit maximaler Zuverlässigkeit.
 
Prüfungen mit flüssigem Penetriermittel erreichen bei richtiger Anwendung:
  • Erhöhte Produktzuverlässigkeit
  • Verbesserte Produktionsprozesse, indem Probleme rechtzeitig identifiziert werden, um korrigiert werden zu können
  • Verringerte Kosten durch weniger Rücksendungen und Nacharbeiten
  • Verbesserte Gesamtqualität
CONVENTIONAL TECHNIQUES

Fluoreszierende Farbeindringmittel sind normalerweise grün und verwenden einen weißen Entwickler zur Rückverfolgung der Farbe vom Inneren der Dichtigkeitsmängel bis an die Oberfläche mittels „Docht“- oder Kapillareffekt.

Fluoreszierende Farbeindringmittel sind charakterisiert durch die Fähigkeit, unter Einwirkung von UV-A-Licht Strahlung auszusenden. Sie werden an verschiedensten Materialien angewendet. Fluoreszierende Farbeindringmittel sind normalerweise empfindlicher als sichtbare Farbe; es gibt 4 Empfindlichkeitsstufen.

Sie erfordern allerdings spezielle Lichtverhältnisse: Die Teams müssen UV-A-Leuchten, lichtdichte Schirme und Generatoren mit sich führen. Prüfungen mit fluoreszierender Farbe sind unter Laborbedingungen leicht auszuführen.
 

Sichtbare Farbeindringmittel sind normalerweise rot und verwenden einen weißen Entwickler zur Rückverfolgung der Farbe vom Inneren der Dichtigkeitsmängel bis an die Oberfläche mittels „Docht“- oder Kapillareffekt.
 
Dies wird häufig als „Farbkontrastmethode“ bezeichnet. Diese ist bei natürlichem Licht gut sichtbar und lässt sich bei einer Reihe von Materialien anwenden. Sie ist im Allgemeinen bei kleinen Dichtigkeitsmängeln nicht so empfindlich wie die fluoreszierende Methode.
 
Sie erfordert jedoch keine speziellen Lichtverhältnisse, sodass die Teams keine UV-A-Leuchten, lichtdichten Schirme und Generatoren mit sich führen müssen.