EINLEITUNG

LDAR (Leak Detection and Repair – Lecksuche und ‑behebung) ist eine bewährte Methode, die in der Öl‑ und Gas‑ sowie der Energieindustrie eingesetzt wird, um flüchtige Emissionen aus Industrieanlagen zu identifizieren, zu quantifizieren und zu beheben.

Durch die systematische Erkennung von Leckagen von Methan und anderen flüchtigen Gasen entlang von Lager‑, Produktions‑ und Verteilungs­systemen unterstützen LDAR‑Programme Betreiber dabei, Umweltbelastungen zu reduzieren, die Arbeitssicherheit zu verbessern und wirtschaftliche Verluste zu minimieren, die durch unbeabsichtigte Emissionen entstehen.
Zunehmender regulatorischer Druck, Klimaschutzverpflichtungen und der Bedarf an transparenter Emissionsberichterstattung machen LDAR‑Programme zu einem zentralen Bestandteil moderner Strategien für Anlagenintegrität und Emissionsmanagement.

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DIE Applus+ DIENSTLEISTUNGEN

LDAR – Leak Detection and Repair: Verbesserung der Anlagenperformance und des Emissionsmanagements in der Öl‑ und Gasindustrie

 

LDAR (Leak Detection and Repair – Lecksuche und ‑behebung) ist eine maßgeschneiderte Dienstleistung von Applus+, die darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit von Unternehmen in der Öl‑ und Gasindustrie zu verbessern. Dabei fließt das über Jahre hinweg erworbene Know‑how aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen ein, die LDAR im Rahmen regulatorischer Anforderungen umsetzen. So werden die besten Ergebnisse erreicht und zugleich international anerkannte Standards und Verfahren zur Leckageerkennung flüchtiger Emissionen angewendet, beispielsweise die Norm ISO 17025 oder Method 21 für VOC‑Leckagen.

Leak Detection and Repair (LDAR)‑Programm ist eine Methodik, die auf der systematischen Inspektion sämtlicher Anlagenkomponenten basiert, die zu den Lager‑, Produktions‑ und Verteilungsbereichen einer Anlage gehören. Mithilfe anerkannter Verfahren wie Optical Gas Imaging (OGI) sowie PID/FID‑Messungen werden dabei potenzielle Leckagen flüchtiger Stoffe im System identifiziert. Solche Leckagen verursachen Verluste, die sich negativ auf die Umwelt, die Arbeitssicherheit sowie auf die wirtschaftliche Gesamtleistung der Anlage und ihrer einzelnen Komponenten auswirken

 

Die Applus+‑LDAR‑Lösung im Einklang mit OGMP 2.0 und internationalen Methan‑Standards

Applus+ implementiert, entwickelt und betreibt LDAR‑Programme, die in den folgenden Industriebereichen eingesetzt werden. Dabei werden Verfahren angewendet, die den Leitlinien von OGMP 2.0 (Oil and Gas Methane Partnership 2.0) entsprechen:

  • Petrochemie: Kohlenwasserstoffe und andere flüchtige organische Verbindungen (VOC), Ethanol, Wasserstoff
  • Energie‑ und Gaswirtschaft: Methan (CH₄)
  • Deponien und Kläranlagen: Methan (CH₄) und andere Restgase
  • Landwirtschaft : Methan (CH₄) und andere Restgase

Applus+ beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung von Mess- und Prüfverfahren sowie an der operativen Verifizierung neuer Technologien, die darauf abzielen, der Öl- und Gasindustrie eine bessere Quantifizierung ihrer Methanemissionen zu ermöglichen. Dies dient dazu, die Übereinstimmung mit den neuesten international anerkannten Methoden zur Reduzierung von Methanemissionen sicherzustellen und eine schrittweise Verringerung sowie Minderung dieser Emissionen zu erreichen.

Zur Stärkung des operativen Managements von LDAR‑Programmen stellt Applus+ mit FEMA+ eine eigene Softwarelösung bereit. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, die speziell für die Kontrolle flüchtiger Emissionen entwickelt wurde. FEMA+ ermöglicht es Anwendern, Dashboards zu erstellen, Inspektionskampagnen zu verfolgen, Bestände mithilfe eines intelligenten Zeichnungslesers zu verwalten und anzulegen sowie die Entwicklung von Leckagen zu analysieren.  Das Programm ermöglicht eine Echtzeit‑Übersicht über den gesamten LDAR‑Prozess mit vollständiger Rückverfolgbarkeit. Darüber hinaus unterstützt FEMA+ das Arbeiten im Offline‑Modus, ermöglicht eine 3D‑Visualisierung von Anlagen und bündelt sämtliche Kampagneninformationen zentral, um Nachvollziehbarkeit, Produktivität und fundierte Entscheidungsfindung zu verbessern.

 

Wer profitiert von LDAR‑Programmen: Anwendungsgebiete und operative Anwendungsfälle

Das LDAR‑Programm liefert detaillierte und wertvolle Informationen zur Entscheidungsfindung in den Bereichen Instandhaltung, Betrieb, Umwelt, Beschaffung, Prävention und Management und stellt dabei einen konsistenten sowie prüfbaren Ansatz sicher, der basiert auf:

Erstellung eines Verzeichnisses aller potenziellen Leckagestellen in einer Anlage sowie der im LDAR‑Programm enthaltenen Prozessleitungen.

  • Qualitative Bewertung der festgestellten Leckagen mithilfe von Optical‑Gas‑Imaging‑Kameras (OGI) mit Infrarot‑Technologie (IR).
  • Quantitative Bewertung der festgestellten Leckagen mit Mess‑ und Prüfsystemen auf Basis von PID‑/FID‑Technologien (Photoionisations‑/Flammenionisationsdetektion) sowie Überwachung der Leckageraten.
  • Berechnung theoretischer Emissionsfaktoren für Leckagen und Entwicklung anlagenspezifischer Emissionsfaktoren.
  • Überwachung und erneute Kontrolle von Leckagestellen nach Reparatur‑ und Wartungsarbeiten. Reduzierung flüchtiger Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC), Verringerung von Risiken für Beschäftigte sowie Minimierung von Rohstoff‑ und Produktverlusten.

Mit FEMA+ können all diese Aktivitäten über anpassbare Dashboards visualisiert, dokumentiert und ausgewertet werden. Dies erleichtert die Überwachung des Reparaturstatus, des historischen Leckageverhaltens sowie der Einhaltung von Vorgaben.

 

Ihre Vorteile von LDAR‑Programmen: Kostensenkung, Sicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Eine Partnerschaft mit Applus+ bei der Implementierung und Überwachung von LDAR‑Programmen bietet Kunden unter anderem die folgenden Vorteile und gewährleistet messba re Verbesserungen sowie Unterstützung bei der Einhaltung von Vorschriften:

  • Unmittelbare Quantifizierung der wirtschaftlichen Verluste, die durch unbeabsichtigte flüchtige Emissionen von Rohstoffen, Produkten und Nebenprodukten entstehen und die direkten Betriebskosten beeinflussen.
  • Identifikation von Wartungsproblemen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, und damit die Möglichkeit zu rechtzeitigen Reparaturen
  • Bereitstellung eines objektiven Überblicks über den Zustand einer Anlage sowie relevanter Informationen für Entscheidungen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Anlagen und Komponenten.

Detaillierte Informationen zur Bewertung der Risiken, die von Leckagen flüchtiger Gase jeglicher Art für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgehen, zur Unterstützung einer transparenten Berichterstattung und einer gezielten Maßnahmen‑ und Minderu

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