Bei CRA-Inspektionen (Inspektionen korrosionsbeständiger Legierungen) werden mittels Ultraschall-Inspektionstechniken austenitische Schweißteile inspiziert. Die Ultraschallinspektion austenitischer Schweißteile unterscheidet sich merklich von der Inspektion von Schweißteilen aus niedriglegiertem Kohlenstoffstahl. Als Hauptunterschied haben Schweißteile im Bereich CRA-Materialien meist eine gröbere Kornstruktur als Baustahl. Die Kombination einer grobkörnigen Struktur und der anisotropen Beschaffenheit von CRA-Schweißzusatzwerkstoffen wirkt sich tendenziell auf die Ausbreitung von Ultraschallwellen über die Schalldämpfung aus. Dadurch bleiben Schweißnahtdefekte u. U. unentdeckt. Um dieses Problem zu minimieren, nutzen die verwendeten Sonden statt der für Baustahl-Schweißnahtinspektionen meist genutzten, herkömmlichen Scherwellen angewinkelte longitudinale Wellen/Kriechwellen. Diese Sonden bezeichnet man als TRL-Sonden ("transmit and receive longitudinal probes"). Man verwendet sie oft zur Inspektion grobkörniger Materialien, denn sie bieten einen besseren Signal-Rausch-Abstand als herkömmliche Sonden.
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